Aktuelles

Ergebnisse des Ideenworkshops am 06.09.2020

Hier können Sie ein Video dazu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=vWLYYkqteVc&t=33s

30 Menschen haben teilgenommen. Mehr als 30 Vorschläge sind zusammen gekommen. Viele können sich noch nicht damit abfinden, dass die Kleingärten wegkommen und so nah am See gebaut werden soll. Viele Vorschläge sind aber auch unter dem gegebenen Bebauungsplan erfüllbar.

Zur Gestaltung des Uferbereichs:

  • Keine Häuser in Seenähe
  • Verzicht auf Betonpromenade
  • kein Beton
  • keine befestigte Uferpromenade
  • jetzige Masurenallee als Promenade
  • Bebauung erst hinter den Kleingärten
  • Kleingärten erhalten
  • Uferbereich als Bade- und Freizeitfläche
  • Vereine auf den jetzigen Gelände belassen
  • Aloha erhalten
  • anderes Ufer mit in die Umgestaltung einbeziehen (Keine Bebauung!)
  • Naherholungsgebiet für alle Duisburger:innen erhalten und vergrößern
  • Aushängeschild von Duisburg erhalten und ausbauen
  • Beachvolleyball-Platz
  • Boule-Platz
  • Freilichtbühne
  • Seefläche belassen, wie sie ist
  • freier Zugang zum See für alle
  • große Liegewiesen für Badegäste
  • echter Strandbereich
  • offener Zugang zum See für Boote, Surfer, SUP, Schwimmer
  • Bienenwiesen und Insektenhotels
  • bestehende Spielplatz vergrößern
  • Naturspielplatz
  • Wasserspielplatz
  • Informationscenter/Besuchercenter
  • gemauerter Toilettenhäuschen
  • Bäume erhalten
  • Schutz von Pflanzen und Tieren
  • Anlage der Parkfläche nach hinten aufsteigend (Blick auf den See)
  • Fahrradparkplätze
  • Ferienpark für Kinder mit Baumhäusern
  • Bed&Breakfast in Baumhäusern, großen Holzfässern, Wigwams
  • Grillplätze auf befestigten Boden

Zu den Angeboten:

  • Konzerte am See
  • Bildungsangebote für Kinder- und Jugendliche im Bereich Natur- und Umweltschutz
  • offene Sportangebote
  • Schwimmen erlauben
  • Gottesdienste
  • Fastenbrechen
  • Gastronomie
  • mobile Gastronomieangebote
  • Vereine interessanter machen

Miteinander organisieren/Bürgerbeteiligung ermöglichen:

  • akzeptieren, dass die Seen schon immer zum Baden benutzt wurden
  • Badeverbot lockern
  • Badeverbot aufheben
  • Bußgelder für Baden abschaffen
  • keine Camper
  • Zugänglichkeit regulieren
  • akzeptieren, dass es am See auch mal lauter sein kann
  • Bürgerpatenschaften
  • Austausch zwischen den Nutzergruppen
  • Ranger zur Pflege des Parks
  • enger Draht zu Stadt und Gebag
  • Beteiligung an Entscheidungsprozessen
  • Information über den Planungsprozessm transparent und aus einer Hand
  • Grillen verbieten
  • Camping verbieten
  • Information für Besucher durch mehrsprachige Beschilderung
  • Motivieren den Platz schön und sauber zu halten

 

Was ist offen geblieben?

Die Regelung der Zugänglichkeit über Parkplätze, deren Bewirtschaftung und ggf. einem Shuttleverkehr vom Stadionvorplatz.

Wie geht es weiter?

Wir wollen die Liste noch ergänzen, herausfinden, welche Vorschläge besonders gut angenommen werden und dann mit Fachleuten, Garten- und Landschaftsarchitekten, dem Gestaltungsausschuss reden und ein Konzept entwickeln, welches wir dann der Gebag vorstellen! Und kämpfen für die Interessen der Bevölkerung am Erhalt des Naherholungsgebietes für Alle!

21.08.2020 Tagesthemen: Ein sehr interessanter Beitrag über Wedau, die Sechsseenplatte und das Bauprojekt

 

Pressemitteilung vom 12.08.2020

Dicht machen ist keine Lösung

Bürgerinitiative fordert ein städtebauliches Nutzungskonzept für die Sechs-Seen-Platte

Letzten Samstag war es dann soweit. Die Wiesen am Masurensee wurden von Polizei und Ordnungsamt geräumt, weil sich dort viele zu viele Menschen aufhielten und nicht an Grill- und Badeverbote hielten. Jetzt ist die beliebte Freizeitwiese durch einen Bauzaun abgesperrt. Die Bürgerinitiative Rettet die Sechs-Seen-Platte fragt sich jetzt wie es weiter geht. Wird der Bauzaun jetzt eine Dauereinrichtung? Und wo gehen die Menschen hin, die bisher hier waren?
Anja-Maria Widdra von der Initiative wohnt in Wedau und beschäftigt sich seit langen mit der wachsenden Bedeutung von Naherholung: „Die Situation zeigt, wie groß der Bedarf nach Naherholungsflächen ist. Es ist doch ganz klar, an solch heißen Tagen wollen die Menschen ans Wasser, um sich abzukühlen. Wegen der Pandemie sind viele Menschen im Sommer in Duisburg geblieben. Die Sechs-Seen-Platte ist noch stärker frequentiert als in den Vorjahren. Die Bilder von der überfüllten Wiese, das Müllproblem und die Regelverstöße sollen jetzt wieder Argumente dafür liefern, im Rahmen des Bauvorhabens den öffentlichen Zugang zu beschränken und die bisherigen Nutzer von dort zu verdrängen. Dicht machen ist aber keine Lösung! Der öffentliche Zugang zum Wasser muss erhalten bleiben. Es ist sozial ungerecht, wenn nur die Mitglieder der umliegenden Vereine die Seen nutzen dürfen. Das Freibad am Wolfsee bietet an heißen Tagen längst nicht genug Platz. Und es muss auch möglich sein, mit dem Hund oder eigenem Paddelboot ins Wasser zu gehen“
Die Bürgerinitiative sieht einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Bauvorhaben und der künftigen Nutzung der Seenplatte. Hendrik Thome, Sprecher der Initiative: „Die Grünfläche am Masurensee darf nicht zum Vorgarten der Wohnanlage und ihrer 8000 Bewohner mutieren, sondern muss als öffentlicher Raum erhalten bleiben. Um den Interessen von Besuchern und Anwohnern gerecht zu werden, braucht die Sechs-Seen-Platte dringend ein Update, eine bessere Gestaltung als öffentlicher Park und klare Nutzungsregeln statt strikter Verbote, die dann doch nicht umgesetzt werden. Es ist nicht nicht richtig, den Schwarzen Peter den Besuchern zuzuschieben. Die meisten verhalten sich diszipliniert und wollen den Platz sauber halten. Erreichbare Sanitäranlagen und Müllbehälter, die nicht umgestoßen oder von Tieren geleert werden können, würden sie dabei unterstützen. An den heißen Wochenenden brauchen wir gerade in Zeiten der Pandemie ein Zugangsmanagement. Die Zufahrten zum See müssen kontrolliert und die Parkplätze bewirtschaftet werden, um die Besucherströme zu lenken und die Zufahrt zu verweigern, wenn die Anlage voll ist.

Das ist doch besser, menschlicher und gesünder, als die Wiese durch Polizei und Ordnungskräfte räumen zu lassen und das Gebiet für alle zu sperren. Der Bauzaun steht für die Unfähigkeit, Probleme frühzeitig zu erkennen und intelligent zu lösen!“

Bürgerinitiative Rettet die Sechs-Seen-Platte

12.08.2020